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Welche Geräte verbrauchen am meisten Strom?

Die Stromrechnung kommt rein – und plötzlich ist der Betrag höher als erwartet. Das ist kein Einzelfall, denn in nahezu jedem Haushalt gibt es Geräte und Anwendungen, die einen großen Anteil am gesamten Stromverbrauch haben. Welche Geräte verbrauchen am meisten Strom?

Viele Menschen unterschätzen dabei, welche Verbraucher im Alltag tatsächlich ins Gewicht fallen. Nicht immer sind es die offensichtlichsten Geräte, die die meisten Kosten verursachen. Oft entsteht ein hoher Energiebedarf durch die Kombination aus langer Laufzeit, hoher Leistung oder regelmäßiger Nutzung.

In diesem Beitrag zeigen wir, welche Geräte und Anwendungen besonders viel Strom benötigen und worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihren Energieverbrauch reduzieren möchten.

 

Unterhaltungselektronik und Standby-Verbrauch

Fernseher, Spielkonsolen, Router, Streaming-Boxen oder Smart-Home-Geräte gehören heute zur Standardausstattung vieler Haushalte. Einzelne Geräte verbrauchen zwar vergleichsweise wenig Strom, in der Summe kann sich jedoch ein spürbarer Energiebedarf ergeben.

Besonders relevant ist dabei der Standby-Betrieb. Viele Geräte bleiben rund um die Uhr mit dem Stromnetz verbunden und verbrauchen kontinuierlich Energie, obwohl sie nicht aktiv genutzt werden. Router, Lautsprecher, Smart-TVs, Sprachassistenten oder Netzwerktechnik erzeugen dadurch einen dauerhaften Grundverbrauch, der häufig unterschätzt wird.

Hier sind typische ungefähre Stromverbräuche von Unterhaltungselektronik (je nach Gerät, Nutzung und Effizienz können die Werte schwanken):

  • Fernseher (LED, modern): ca. 50–150 kWh pro Jahr → abhängig von Größe (große OLEDs teils deutlich höher)
  • Fernseher im Standby: ca. 1–10 kWh pro Jahr → meist 0,5–3 Watt Dauerverbrauch
  • Spielkonsole (Gaming): ca. 50–200 kWh pro Jahr → stark nutzungsabhängig (intensives Gaming deutlich mehr)
  • Spielkonsole im Standby: ca. 5–30 kWh pro Jahr → Download-/Update-Modus kann Verbrauch erhöhen
  • Streaming-Geräte (Fire TV, Apple TV etc.): ca. 5–20 kWh pro Jahr → relativ gering, aber dauerhaft aktiv
  • Soundanlage / Lautsprecher-Systeme: ca. 10–50 kWh pro Jahr → abhängig von Leistung und Nutzungsdauer
  • Router / WLAN-Gerät: ca. 70–150 kWh pro Jahr → läuft 24/7 und zählt oft zu den unterschätzten Dauerverbrauchern
  • Smart-Home-Hubs & Sprachassistenten: ca. 3–15 kWh pro Jahr → sehr geringer Einzelverbrauch, aber oft mehrere Geräte im Haushalt
  • PC / Laptop (Unterhaltung & Freizeit): ca. 50–300 kWh pro Jahr → Gaming-PCs können deutlich darüber liegen

 

Kühl- und Gefriergeräte

Kühlschränke und Gefriergeräte zählen zu den wenigen Haushaltsgeräten, die das ganze Jahr über ununterbrochen laufen. Selbst bei moderatem Strombedarf summiert sich der Verbrauch durch die permanente Betriebszeit erheblich.

Besonders ältere Geräte arbeiten oft deutlich ineffizienter als moderne Modelle. Zusätzlich beeinflussen Faktoren wie die eingestellte Temperatur, der Aufstellort oder häufiges Öffnen der Türen den Energiebedarf. Da diese Geräte dauerhaft in Betrieb sind, wirken sich bereits kleine Effizienzunterschiede langfristig deutlich auf den Stromverbrauch aus.

  • Moderner Kühlschrank (A–C Energieeffizienzklasse): ca. 100–200 kWh pro Jahr
  • Größere Geräte / Kühl-Gefrierkombinationen: ca. 150–300 kWh pro Jahr
  • Gefriertruhe (effizienter als Schrank): ca. 120–220 kWh pro Jahr
  • Ältere Geräte: ca. 250–500+ kWh pro Jahr

 

Wäschetrockner oder Waschmaschinen

Wäschetrockner gehören seit Jahren zu den energieintensivsten Haushaltsgeräten. Der Grund liegt in der Kombination aus hoher Leistungsaufnahme und langen Programmlaufzeiten.

Während viele andere Geräte nur kurzfristig aktiv sind, arbeitet ein Trockner häufig über mehrere Stunden hinweg mit hohen Temperaturen. Dadurch entsteht ein vergleichsweise hoher Energiebedarf pro Nutzungsvorgang. Wer häufiger auf Lufttrocknung setzt oder besonders effiziente Wärmepumpentrockner verwendet, kann den Verbrauch deutlich reduzieren.

  • Durchschnitt moderner Waschmaschinen: ca. 120–200 kWh pro Jahr
  • Häufige Nutzung / hohe Temperaturen: bis 250 kWh+ pro Jahr
  • Kondenstrockner (älter): ca. 400–600 kWh pro Jahr
  • Wärmepumpentrockner (modern): ca. 200–350 kWh pro Jahr
  • Intensive Nutzung von Trocknern: 500 kWh+ pro Jahr möglich

 

Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung

Die Bereitstellung von Warmwasser zählt zu den größten Verbrauchern im Alltag. Elektrische Boiler, Warmwasserspeicher, Umwälzpumpen oder elektrische Komponenten moderner Heizsysteme benötigen kontinuierlich Energie.

Da Warmwasser täglich genutzt wird, entstehen hier dauerhaft laufende Verbrauchskosten. In älteren Gebäuden oder bei schlechter Dämmung erhöht sich der Bedarf zusätzlich, weil Wärme schneller verloren geht. Gerade diese oft unsichtbaren Prozesse werden von vielen Verbrauchern unterschätzt.

 

Welche Geräte haben eine hohe Leistungsaufnahme?

Den größten Anteil am Stromverbrauch verursachen meist Geräte oder Anwendungen, die über längere Zeiträume sehr hohe Leistungen benötigen. Diese Stromfresser im Haushalt sind: Heizungen, Durchlauferhitzer, Klimageräte und Wallboxen zum Laden von Elektroautos.

Diese Anwendungen können innerhalb kurzer Zeit große Energiemengen aufnehmen. Besonders deutlich wird dies beim Laden eines Elektroautos oder beim Betrieb elektrischer Heizsysteme. Je nach Haushalt unterscheiden sich die größten Verbraucher daher deutlich. Gemeinsam haben sie jedoch, dass hohe Leistung und intensive Nutzung zusammenkommen.

 

Tipps zur Senkung des Stromverbrauchs

Auf die größten Verbraucher konzentrieren

Wer seinen Stromverbrauch senken möchte, sollte zunächst die Geräte betrachten, die besonders viel Energie benötigen. Die größten Sparpotenziale liegen meist bei Heizsystemen, Warmwasserbereitung, Trocknern oder anderen Hochleistungsanwendungen.

Standby-Verbrauch reduzieren

Viele Geräte verbrauchen auch dann Strom, wenn sie nicht aktiv genutzt werden. Schaltbare Steckdosenleisten oder intelligente Steuerungen helfen dabei, unnötige Dauerverbräuche zu vermeiden.

Wasch- und Spülmaschinen effizient nutzen

Eco-Programme benötigen zwar häufig mehr Zeit, verbrauchen jedoch deutlich weniger Energie. Zusätzlich lohnt es sich, Geräte möglichst voll beladen zu nutzen und unnötig hohe Temperaturen zu vermeiden.

Alte Geräte austauschen

Moderne Geräte arbeiten oft erheblich effizienter als Modelle, die bereits zehn oder fünfzehn Jahre alt sind. Besonders bei Kühlschränken, Gefriergeräten oder Trocknern kann ein Austausch langfristig zu spürbaren Einsparungen führen.

 

Fazit: Bewusstes Nutzungsverhalten entwickeln

Welche Geräte verbrauchen am meisten Strom? Diese Frage haben wir beantwortet. Aber auch Gewohnheiten beeinflussen den Stromverbrauch erheblich:

  • Warmwasser bewusst nutzen
  • Geräte vollständig ausschalten
  • Wäsche häufiger lufttrocknen
  • Temperaturen bedarfsgerecht einstellen
  • Laufzeiten von Geräten reduzieren

Der Stromverbrauch eines Haushalts wird vor allem von Geräten und Anwendungen bestimmt, die dauerhaft laufen oder über längere Zeiträume hohe Leistungen benötigen. Kleine Verbraucher spielen zwar ebenfalls eine Rolle, verursachen jedoch meist nur einen vergleichsweise geringen Anteil der Gesamtkosten.

Wer seinen Energieverbrauch nachhaltig senken möchte, sollte deshalb zunächst die größten Verbraucher identifizieren und dort ansetzen. Oft lassen sich bereits durch kleine Anpassungen deutliche Einsparungen erzielen.

 

Q&A

Welche Haushalt Geräte verbrauchen am meisten Strom?

Besonders energieintensiv sind elektrische Heizsysteme, Durchlauferhitzer, Klimageräte, Wäschetrockner sowie das Laden von Elektroautos. Entscheidend sind dabei Leistung und Nutzungsdauer.

Sind neue Geräte effizienter?

Ja. Moderne Haushaltsgeräte benötigen in vielen Fällen deutlich weniger Strom als ältere Modelle. Besonders bei Kühlgeräten, Waschmaschinen und Trocknern wurden in den vergangenen Jahren große Fortschritte erzielt.

Wie lässt sich Strom am effektivsten sparen?

Die größten Einsparungen entstehen meist bei den größten Verbrauchern. Wer Heizsysteme optimiert, Warmwasser effizient nutzt oder alte Geräte ersetzt, erzielt deutlich höhere Einsparungen als durch Maßnahmen bei kleinen Verbrauchern.

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